
Diesen Monat weihen wir eine neue Kolumne ein, die Ihnen im Laufe des Jahres einige der schönsten italienischen Architekturleistungen vorstellen wird. Wir beginnen mit der Vorstellung eines Projektes, welches rein „brescianisch“ ist, so wie wir auch: die Alps Villa von Camillo Botticini.
„Wir wollten ein umweltfreundliches Haus hinsichtlich der Baumaterialien und der Isolierung, mit belüfteten Wänden, ein nachhaltiges Haus, das mit der Landschaft im Einklang steht“, erklärt uns Camillo Botticini, entwerfender Architekt des Hauses.
„Alps Villa ist ein Gebäude, in dem unterschiedliche Prinzipien nebeneinander bestehen, wie Transparenz und Undurchsichtigkeit, Offenheit und Geschlossenheit, Häuslichkeit und Abgrenzung, ein zeitloser und zugleich zeitgenössischer Aspekt und schließlich Harmonie und Spannung“.

Das Projekt
Das Haus hat einen unregelmäßigen „C“-förmigen Grundriss, mit einem Innenhof, dessen vierte Seite aus einer Grünfläche besteht, die die planimetrische Struktur bietet, die die Räume des Hauses erzeugt und drei Körper mit variabler Höhe schafft, von denen einer im Boden verschwindet, indem er mit dem Erdboden verschmilzt.
Grüne Rasenflächen und Bäume rahmen die Außenverkleidung aus Kupferoxid und Accoya-Wellholz ein, die mit der Dreifachverglasung das einzige kontrapunktische Kunstwerk sind, das mit der Natur interagiert.
Der Innenhofboden besteht aus Iroko-Holz, während die großen Fenster einen Raum definieren, der von einem grünen Ahornbaum bereichert wird, der den Gästen Schatten spendet.

Im Inneren bestehen die Böden aus sandfarbenem Harz, die Wände sind in Weiß gehalten und die Decken haben eingelassene Leuchten, während die Brüstungen aus Glas und die Fensterrahmen aus lackiertem Eisen bestehen, um den Raum und seine Kontinuität zu optimieren und die Integration mit dem Standort zu fördern.

Wo
Die Alps Villa befindet sich in Lumezzane in der Provinz Brescia.
Der Architekt
Camillo Botticini ist Professor für Architekturdesign am Politechnikum Mailand -wo er 2003 in Urbaner Architektur promovierte- sowie auch an der „Escuela de Arquitectura dell’Universidad“ von Navarra. Er hat internationale Wettbewerbe gewonnen und verschiedene Arten von Architektur sowohl in Italien als auch in Europa realisiert, wobei er theoretische Forschung mit einer bedeutenden operativen Kompetenz kombiniert hat. Im Laufe der Jahre hat er wichtige Architektur-Auszeichnungen erhalten: die Goldmedaille für italienische Architektur 2012 – den Sonderpreis Architektur in Holz; den Ersten Preis von IN/ARCH-Ance im Jahre 2006. In den Jahren 2000, 2010 und 2014 war er auch auf der Architektur-Biennale in Venedig vertreten. Seine Werke wurden in den wichtigsten Architekturmagazinen wie Casabella, Domus, A10, Metalocus, Details, Mark, Abitare und auch in Fachbüchern wie dem Phaidon-Atlas der Architektur des 21.Jahrhunderts veröffentlicht.
