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Die Geschichte der Architektur: Das Mart in Rovereto

“Ein Gebäude entwirft immer wieder neue Beziehungen, es kann nicht gleichgültig sein. Das Mart in seinem zentralen Raum sammelt und verstärkt die Sprache der Umgebung.“ – Mario Botta.

 

Das Projekt

Das Gebäude von Mario Botta – verkleidet mit gelbem Naturstein, um mit dem Kontext zu harmonieren – ist monumental und gleichzeitig nüchtern.

 

Das MART besteht aus einem großen quadratischen Körper, der niedrig und in der Mitte vollständig entleert ist.

 

Das szenisch spektakulärste Element ist sicherlich die eindrucksvolle runde „Piazza“, die von einer Kuppel aus Stahl und Glas überragt wird.

Die herrliche Kuppel ist eine ausdrückliche Anspielung auf das Pantheon, mit einer Art zentralem Auge von gut neun Metern Durchmesser, welches mit einem kreisförmigen Brunnen kontrastiert, der jedoch ganz ohne Wasserspiele auskommt, einen schwarzen Grund hat, der die Lichter und Farben einfängt, die die Kuppel durchdringen.

 

Die „Piazza“ dient dazu, das neue Gebäude mit den umliegenden historischen Gebäuden aus dem achtzehnten Jahrhundert zu verbinden, wobei die Integration dieser Einheiten eine wahrliche Kulturhochburg entstehen lässt.

Das Innere ist sehr weiträumig, mit hohen, vollständig weiß gestrichenen Wänden.

 

Aufgrund all dieser Merkmale wurde das Gebäude, in dem das Museum beherbergt wird, an sich schon als Kunstwerk definiert.

 

Wo

Rovereto, Trient (Italien).

 

Der Architekt

Mario Botta wurde 1943 in Mendrisio geboren. Nach der Pflichtschulzeit wurde er im Alter von 15 Jahren als Zeichnerlehrling in das Architekturbüro von Luigi Camenisch und Tita Carloni in Lugano aufgenommen und baute mit 18 Jahren sein erstes Gebäude. Er besuchte das Liceo Artistico in Mailand und setzte sein Studium am Universitätsinstitut für Architektur in Venedig fort.

1970 eröffnete er sein eigenes Architekturbüro in Lugano. 2011 zog er nach Mendrisio, wo er weiterhin aktiv an Projekten auf nationaler und internationaler Ebene arbeitet.